Die Industriethermografie in der Verfahrenstechnik
Frühzeitige Problemerkennung durch Elektrothermografie: Hot Spots zuverlässig sichtbar machen
Dank der Elektrothermografie können wir frühzeitig Problembereiche identifizieren bevor tatsächliche Probleme auftreten.
Mit Hilfe einer Infrarotkamera können Hot Spots – z.B. in Wohnhäusern, Produktionswerken, Büros, Krankenhäusern oder Hotels – auf einem Wärmebild sichtbar gemacht werden.
Die Industriethermografie kommt in den folgenden Bereichen zum Einsatz:
Instandhaltung von Kaminen und Öfen
Die Untersuchung von Kaminen und Ofenanlagen basiert auf der Annahme, dass bei gleicher Temperaturverteilung im Inneren die Außentemperaturverteilung Aufschluss über das Wärmeleitvermögen des Mauerwerks gibt.
Rechtzeitige Erkennung eines Lagerausfalls
Bei der vorsorgenden Instandhaltung von mechanischen Komponenten geht es vor allem darum, den Ausfall von Walzlagern vorherzusagen.
Diagnose von Fernwärmeleitungen
Fernwärme ist eine wirtschaftliche und umweltschonende Art der Energieversorgung. Aufgrund der zentralen Energieerzeugung und der langen Transportwege sind eine optimale Wärmeisolation sowie eine möglichst hohe Dichtheit des Leitungssystems zur Minimierung der energetischen Verluste zwingend erforderlich.

Industriethermografie: Messungen in der Verfahrenstechnik
In industriellen Anlagen zeigt sich ein Fehler selten dort, wo er entsteht. Die Industriethermografie macht thermische Auffälligkeiten sichtbar, ohne Anlagen zu öffnen oder den Betrieb zu unterbrechen – ein Diagnosewerkzeug für Wartung, Instandhaltung und Qualitätssicherung.
Wo die Industriethermografie greift
- Elektroanlagen: Lose Kontaktstellen, überlastete Leitungen und defekte Sicherungen erwärmen sich. Das Wärmebild zeigt die kritische Stelle, bevor sie ausfällt.
- Rohrleitungen und Behälter: Undichtigkeiten an Isolierungen, Dampf- und Wärmeverluste sowie erkannte Ablagerungen werden sichtbar.
- Verfahrenstechnische Anlagen: Wärmeverteilung, Heiz- und Kühlkreisläufe sowie Temperaturfelder lassen sich prüfen und dokumentieren.
- Maschinen und Lager: Reibung erzeugt Wärme – frühzeitig erkennbar, bevor es zum Schaden kommt.
- Dämmung und Wärmebrücken: Bewertung industrieller Dämmungen und Anschlüsse.
Vorteil: Diagnose im laufenden Betrieb
Eine thermografische Kontrolle erfolgt berührungsfrei und unter realer Last – der aussagekräftigste Zustand. Anlagen müssen dafür nicht abgeschaltet werden. Werden kritische Stellen früh gefunden, wird aus einem möglichen Stillstand ein geplanter Wartungseinsatz.
Häufige Fragen zur Industriethermografie
Wie hilft die Thermografie bei der Instandhaltung?
Sie findet thermische Auffälligkeiten, bevor sie zum Ausfall führen. Wiederkehrende Messungen zeigen zusätzlich, wie sich ein Befund über die Zeit entwickelt.
Erkennt man lose Kontakte sicher?
Erwärmte Verbindungsstellen sind ein klarer Hinweis auf erhöhten Widerstand – meist durch lockere Kontakte. Bestätigt wird der Befund durch Kontrolle und, soweit nötig, Nachmessen.
Muss die Anlage für die Messung abgeschaltet werden?
Nein. Die Industriethermografie ist gerade für den Betrieb unter Last gedacht – dann sind die thermischen Unterschiede am deutlichsten.
Für welche Branchen ist das geeignet?
Überall dort, wo elektrische Anlagen, Rohrleitungen, Wärme- und Kälteprozesse oder Maschinen laufen – von der Produktion über die Gebäudetechnik bis zur Versorgung.
Verwandte Leistungen: Thermografie, Bauthermografie und Einsatzgebiete.